Welcher Erziehungsstil ist der beste?
Wie erziehe ich mein Kind richtig- Eine Frage die sich viele Eltern stellen. Viele erziehen ihre Kinder so, wie sie selbst von ihren Eltern erzogen wurden. Aber ob diese Erziehungsmethode auch für ihr eigenes Kind die besten ist, um es in seiner Entwicklung zu fördern, ist nicht immer sicher.
Auf Findababysitter wollen wir, die unterschiedlichen Erziehungsmethoden vorstellen und nebenbei einige Mhyten und Vorurteile beseitigen.
Antiautoritärer Erziehungsstil
Unter diesem Begriff versteht man eine Erziehungsmethode, die zwangsfrei abläuft und fördernd für die Selbstentfaltung jedes einzelnen ist. Damit die Kinder ihre Persönlichkeit, Kreativität sowie Gemeinschaftsfähigkeit frei entfalten können werden den Kindern kaum Grenzen gesetzt. Diese Erziehungsmethode fördert die Selbstentfaltung sowie das Selbstbewusstsein der Kinder.
Leider wurde der Begriff von einigen Eltern missverstanden und sie meinten, sie müssten ihre Kinder ganz ohne Grenzen erziehen. Kinder brauchen auch Grenzen, da sie in ihren jungen Jahren die Tragweite ihrer Entscheidungen nicht selbst tragen können. Der ,,demokratische” Erziehungsstil, wie er heute genannt wird, versucht den Kindern Spielraum und Entscheidungsfreiheit zu lassen und ihnen nicht strikte Vorgaben zu setzen.
Autoritärer Erziehungsstil
Bei der autoritäteren Erziehungsmethode wird das Kind in seinem Verhalten und Denken gelenkt. Die Aktivitäten der Kinder, werden von den Eltern oftmals durch Befehle und Anordnungen bestimmt. Die Bedürfnisse und Wünsche der Kinder werden von den Eltern nur geringfügig berücksichtigt, vielmehr wird das Kind zurechtgewiesen und getadelt.
Viele Kinder die autoritär erzogen wurden, zeigen oftmals ein aggressive Verhalten Schwächeren gegenüber. Die Agression die die Kinder entwickeln, ist als eine Art Hilferuf nach Aufmerksamkeit zu verstehen. Ebenfalls kann ein egonzentrisches Sprachverhalten bei den Kindern beobachtet werden, welches sie sich bei den Eltern abschauen.
Kinder die nach diesem Erziehungsstil erzogen werden, haben ein geringeres Selbstwertgefühl.
Laissez- Faire Erziehungsstil
Bei diesem Erziehungsstil werden die Kinder sich selbst überlassen, das Verhalten der Eltern dem Kind gegenüber ist eher passiv. Die Eltern versuchen nur das nötigste zu tun, dem Kind werden keine Vorgaben gemacht. Im Extremfall handelt es sich dabei um eine Vernachlässigung der Kinder. Kinder die nach diesem Erziehungsstil erzogen werden, haben die größten Probleme im Jugendlichen- und Erwachsenenalter. Sie sind nicht im Stande, eine Beziehung zu gleichaltrigen aufzubauen, da sie nie eine positive emotionale Beziehung kennen gelernt haben.
Außerdem ist bei Kindern, die nache dieser Erziehungsmethode erzogen werden, eine viel häufigere Neigung zur Kriminalität und zum Gebrauch von Drogen und Alkohol, zu beobachten.
Im Jugendlichen Alter haben die Kinder, vor allem in der Schule große Probleme sich anzupassen und sich an die Regeln und Vorschriften zu halten.
Demokratischer Erziehungsstil
Alle wichtigen Entscheidungen werden von den Eltern mit den Kindern besprochen und die Kinder haben die Möglichkeit viele Dinge selbst zu bestimmen. Durch diesen Erziehungsstil wird die Eigenaktivität und Selbstständigkeit der Kinder gefördert. Bei dieser Erziehungsmethode herrscht ein ausgeprägtes Verhältnis von Autorität und Freiheit und die Kinder können vertrauen zu ihren Eltern aufbauen und so auch zu anderen. Durch Akzeptanz, Wärme und Einfühlungsvermögen kann das Kind vertrauen aufbauen, wodurch die Kinder auch eine hohe Selbstsicherheit und Selbstvertrauen entwickeln. Durch den demokratischen Erziehungsstil erlernt das Kind auch im sozialen Bereich viele Kompetenzen und zeigt aufgrund seiner emotionalen Stabilität auch eine hohe Leistungs- und Lernbereitschaft. Die Kinder entwickeln ein gesundes Selbstbewusstein und lernen ihre Fähigkeiten, Talente und Leistungen richtig einzuschätzen. Vor allem lernen die Kinder, dass sie auf sich und ihre Leistungen stolz sein können und das sie keine materiellen Werte benötigen.
Im späteren Berufsleben sind diese Kompetenzen von Vorteil, da Teamfähigkeit und Selbstständigkeit dort unerlässlich sind.
Immer mehr Alleinerziehende in Deutschland
Der Anteil Alleinerziehender Eltern ist deutlich gestiegen, eins von fünf Kindern wächst in Deutschland, bei nur einem Elternteil auf. Zehn Jahre zuvor lag der Anteil der Alleinerziehenden bei allen Familien noch bei 14%. Das geht aus dem Familienreport 2010 hervor.
Zu 90% handelt es sich bei den Alleinerziehenden um Frauen, davon sind zwei von drei Frauen berufstätig. Deutlich mehr Alleinerziehende Frauen arbeiten Vollzeit, als Frauen die mit den Vater ihrer Kinder zusammenleben. Zudem geht aus dem Report hervor, dass immer mehr Frauen die Hauptverdiener in den Familien sind. Für Mütter ist es nicht einfach Kinder und Beruf unter einen Hut zu bekommen. Genau deswegen greifen soviele Mütter auf Babysitter zurück.
Studenten und Studentinnen die dem Babysitterjob nachgehen, bieten für Alleinerziehende Mütter und Väter viele Vorteile. Sie sind sehr flexibel und können auch oft tagsüber Zeit mit den Kindern verbringen. Kindern die schon in die Schule gehen, können die Babysitter bei den Hausaufgaben helfen und ihnen eventuell auch Nachhilfe in einigen Fächern geben. Dies entlastet die Alleinerzeihenden Eltern enorm. Nach einem Vollzeitjob ist es nicht einfach noch Zeit zu finden, um den Kinder bei den Hausaufgaben zu helfen. Genau deswegen ist ein Babysitter sinnvoll, die Alleinerziehenden werden entlastet und ihre Kinder sind in kompetenten Händen.
Worauf sollten Babysitter bei Kleinkindern achten
Vor allem bei Kindern im zweiten Lebensjahr können öfter mal kleine Missgeschicke passieren. Sie befinden sich auf dem Weg in die Selbstständigkeit, das freie Gehen fällt ihnen wesentlich leichter und der kindliche Bewegungs- & Erfahrungsraum dehnt sich aus. Das Kind lernt immer sicherer zu gehen und seinen Körper zu beherrschen. Und möchte auch, alles was es kann, auch alleine anwenden. Das Kind entwickelt seinen eigenen Willen und lernt diesen auch durchzusetzen. Täglich lernt das Kind etwas Neues dazu und die kindliche Neugierde ist in diesem Alter nahezu grenzenlos.
Für Babysitter ist diese Situation nicht einfach, denn das Kind hat einen starken Drang seinen Willen durchzusetzen. Da heißt es- Nerven behalten und dem Kind seine Grenzen zeigen. Wenn etwas nicht so klappt wie das Kind es will, wird es öfter mal einen lautstarken Protest und manche Tränen der Verzweiflung und Enttäuschung geben.
Eltern fällt es nicht schwer sich in solchen Situationen durchzusetzen und dem Kind die Grenzen aufzuzeigen. Jedoch tun sich viele Babysitter damit schwer, da sie mit weinenden Kinder nur schwer umgehen können. Trotzdem ist es wichtig, bestimmend und ruhig in solchen Situationen aufzutreten.
Zum ersten mal, erkennt sich das Kind im Spiegel wieder und nimmt sich als Person wahr. Diese Zeit wird auch die ,,magischen’’ Jahre genannt, da das Kind eine unglaubliche Vorstellungskraft entwickelt. Für das Kind ist in seiner Vorstellung nahezu alles möglich und das was es sich vorstellt wird für das Kind Wirklichkeit. Grade deswegen kommt es so oft zu Unfällen. Die Kinder können zwar kausale Zusammenhänge erfassen, diese aber nicht im Sinne von Ursache und Wirkung deuten.
Dementsprechend sind die besonderen Unfallrisiken im zweiten und dritten Lebensjahr:
- Verbrühungen und Verbrennungen am Tisch und in der Küche.
- Vergiftungen und Verätzungen durch Reinigungsmittel und Lampenöle
- Verletzungen durch Kommoden und auch Stühle, die zu Kletterübungen genutzt werden
Damit Babysitter in solchen Situationen nicht die Nerven verlieren, sollte es schon vorher ein Gespräch mit den Eltern geben. In diesem Gespräch sollten alle wichtigen Punkte geklärt werden, damit die Kinder ihre Grenzen kennen lernen.
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Der richtige Babysitter
Passt der Babysitter zu meinem Kind? Mit dieser Frage beschäftigen sich viele Eltern. Es ist oftmals schwer, sein liebstes Gut in die Obhut eines anderen zu geben. Es geht nicht nur darum jemanden zu finden der auf die eigenen Kinder aufpasst, der Babysitter muss vielmehr mit dem Kind zusammen passen. Dabei spielt die Persönlichkeit des Babysitters eine entscheidende Rolle. Für Kinder sind Menschen wichtig den sie vertrauen und zu denen sie eine Beziehung aufbauen können.
Daher ist ein erstes Gespräch zu empfehlen, um einen besseren Eindruck über den Babysitter zubekommen. Am besten ist es, wenn man den Babysitter mit einigen Stresssituationen konfrontiert. Anhand der Reaktion können die Eltern sehen, ob der Babysitter der Aufgabe gewachsen ist. Wenn des Babysitter Pflichtbewusstsein, Reife und eine hohes Maß an Verantwortung vermitteln kann, steht dem freien Abenden nichts mehr im Weg.
Nicht zu vergessen- Viele Studentinnen und Studenten haben noch wenig Erfahrungen und werden an den Aufgaben wachsen und so alle Schwierigkeiten meistern. Dies sollten Eltern bei der Wahl des Babysitters immer berücksichtigen.
Babysitterkurse
Nur einen kurzen Augenblick weggeschaut, und schon ist es passiert. Unglücke passieren schnell, vor allem beim Umgang mit Kindern kann es zu kleinen Katastrophen kommen. Um Unerfahrenen mehr Sicherheit zu bieten, gibt es Babysitterkurse, in deen Teilnehmern praxisnah der richtige Umgang mit Kindern gezeigt wird. Vor allem für Studenten und Studentinnen, die gern als Babysitter arbeiten wollen, ist ein solches Zertifikat zu empfehlen.
Das DRK bietet interessierten Babysittern die Möglichkeit, eine Ausbildung mit Zertifikat zu absolvieren. In dem Kurs wird man auf die verschiedensten Situationen vorbereitet, die beim Babysitten auftreten können. Die Teilnehmer lernen unter anderem, wie man ein Kind badet, wickelt und füttert sowie die Versorgung und Pflege von Babys und Kleinkindern.
Weitere Seminarinhalte sind zum Beispiel die Entwicklungspsychologie des Kindes, Beschäftigungsmöglichkeiten für die verschiedenen Altersstufen oder Erste Hilfe am Kind. Außerdem erfahren angehende Babysitter mehr über ihre Rechte und Pflichten und wie sie sich in fremden Wohnungen zu verhalten haben.
Der Kurs dauert zwei Tage, wobei Praxisnähe anhand von Babypuppen simuliert wird. Die Kosten für einen Kurs liegen zwischen 30€ und 45€. Nach einer erfolgreichen Teilnahme erhalten die Teilnehmer ein ,, DRK-Babysitter-Zertifikat’’.
Was tun? Bewerbung als Babysitter
Das Babysitten ist für Studentinnen und Studenten eine gute Möglichkeit für einen Nebenverdienst, die sich überdies gut mit dem Studium vereinbaren lässt. Bloß ist es nicht immer einfach, die Eltern von seinen Qualitäten zu überzeugen!
Die Persönlichkeit des Babysitters spielt für die Eltern einen hohen Stellenwert, daher gilt es, diese hervorzuheben. Studentinnen und Studenten sollten in ihrer Bewerbung die Fragen beantworten, was ihnen Spaß am Babysitten macht, warum sie den Umgang mit Kindern lieben und ob schon Erfahrungen gesammelt werden konnten. Außerdem ist es Eltern auch wichtig zu wissen, wie ihr euch als Bewerber einen Tag mit den Kindern vorstellt. Welche Spielideen bringt ihr mit, oder wie wollt ihr die Kinder die Zeit über beschäftigen.
Bei einem Babysitterjob geht es um viel Verantwortung, du solltest dir also schon vorher überlegen, wie du mit Stresssituationen umgehen wirst. Deine Überlegungen und Lösungen für solche Situationen sollten in deiner Bewerbung auch erwähnt werden. Die Anzahl der Kinder spielt auch eine wichtige Rolle, daher solltest du angeben, um wie viele Kinder du dich kümmern willst und kannst. Nicht zu vergessen oder gar zu unterschätzen ist das Foto. Denn ein Bild sagt bekanntlich mehr als tausend Worte und ist für die Eltern neben der ausführlichen Bewerbung ein wichtiges Entscheidungskriterium.
Generell gilt: Auch wenn das Babysitten eine Nebenbeschäftigung ist, sollte man die Anforderungen nicht unterschätzen.
Versicherungspflicht für Babysitter?
Mal ehrlich: Für Jugendliche und Studenten ist Babysitting ein mitunter sehr guter Nebenverdienst, für Eltern ist die gelegentliche oder regelmäßige Betreuung der eigenen Kinder dagegen weitaus mehr. Dabei steht nicht nur die Frage im Vordergrund, wen man an die kleinen Racker ran lässt, sondern auch Themen wie Ab- und Versicherung stehen im Vordergrund.
Die Eltern stehen grundsätzlich in der Pflicht, auch häuslich Beschäftigte zu versichern. Dadurch hat man die Sicherheit, dass die rechtlichen Konsequenzen im (hoffentlich nicht eintretenden) Ernstfall klar geregelt sind. Denn jeder Haushalt – und vor allem der Umgang mit Kindern – birgt eine Vielzahl an Risiken und Gefahren.
Als Babysitter fällt man unter die Kategorie “Haushaltshilfen” und muss somit gesetzlich unfallversichert sein. Der Arbeitgeber übernimmt die Kosten dafür und ist zudem für die Anmeldung innerhalb der ersten Wochen beim Unfallversicherungsträger verantwortlich. Eine private Unfallversicherung ersetzt die gesetzliche nicht. Die Tätigkeit eines Babysitters zählt in der Regel als Minijob, dabei handelt es sich um ein geringfügiges Beschäftigungsverhältnis, in dem es sich um haushaltsnahe Dienstleistungen geht.
Bei einer geringfügigen Beschäftigung verdient der Babysitter nicht mehr als 400€ monatlich und ist von Sozialabgaben sowie Steuerzahlungen befreit und kann darüber hinaus geminderte Rentenansprüche erwerben. Um die Anmeldung zu erleichtern, gibt es ein Haushaltscheckverfahren, dabei handelt es sich um einen Vordruck zur An- und Abmeldung des Arbeitnehmers für die Sozialversicherung.
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